Anschrift:

Hauptstraße 203
09548 Seiffen
Tel. und Fax:
037362-8388 (8239)
www.spielzeugmuseum-seiffen.de

Das Museums hat täglich von 9-17 Uhr geöffnet.

In den Wintermonaten sind die Erzgebirgshäuschen witterungsbedingt geöffnet und das Freilichtmuseum von 09.00 - 16.00 Uhr.  Änderungen vorbehalten!



Tipp:

Tage des historischen Handwerks

Während der im Mai und im September eines jeden Jahres stattfindenden "Tage des historischen Handwerks" wird das gesamte Museumsareal  zu neuem Leben erweckt. Alte, z.T. längst vergessene Gewerke wie das des Schindelmachers, Röhrenbohrers oder Spankorbmachers verbreiten dann einen charmanten Hauch von Nostalgie. Für die Region typisch Musikalisches, aber auch kulinarisch Genüssliches runden das Geschehen ab und lassen so diese erlebnisreichen Wochenende unvergesslich sein.

Erzgebirgisches Freilichtmuseum Seiffen

Im Ortsteil Heidelberg, am Fuße des weithin sichtbaren Ahornberges, befindet sich das Freilichtmuseum. Es versteht sich als volkskundlich historisches Museum, in dem in verschiedenen Häusern, Werkstätten und Gebäudekomplexen das Alltagsleben des Erzgebirges zwischen 1850 und 1930 dokumentiert wird.

Ansatzpunkt für die Schaffung eines Freilichtmuseums in Seiffen bildete das am Originalstandort erhalten gebliebene Preißlersche Wasserkraftdrehwerk. In das Um-feld dieses Denkmales, strukturiert in einer für die Kammlandschaft des Erzgebirges typischen Streusiedlung, wurden bis heute 13 Gebäudekomplexe transferiert. Die Häuser, Scheunen, Schuppen oder technischen Anlagen stammen aus der Region des mittleren Erzgebirges. Sie waren vor allem unter dem Aspekt der traditionellen Holzbe- und verarbeitung ausgewählt worden, welche wesentlich die ökonomischen und soziokulturellen Bedingungen des Gebietes bestimmte. Im Mittelpunkt dieses Museumskonzeptes steht die erzgebirgische Spielwarenfertigung, die in ihrer Spezifik und Konzentration für einen Teil des Erzgebirges seit über zwei Jahrhunderten identitätsprägend ist. Schließlich ist selbst der dargestellte kleinbäuerliche Komplex im Nebenerwerb an das bodenständige Holzgewerbe gebunden gewesen. Das Museum sieht seine Aufgabe vor allem im Sammeln, Bewahren und Erforschen der bodenständigen Sachzeugen, die im Zusammenhang mit der sozialen, handwerklichen und technischen Entwicklung des Erzgebirges stehen. Diese Originalbelege einstiger ländliche Alltagskultur - vom kompletten Haus mit seinem landschaftlichen Umfeld über umfassende Werkstatteinrichtungen bis hin zum Kleidungsstück - werden im Museum in bestimmter Beziehungsvielfalt gezeigt und sollen sowohl der Bildung als auch der ästhetischen Erbauung dienen. Dabei geht es weder um eine verklärte, nostalgische Idylle noch um eine "ganzheitliche, realistische, vollständige" Darstellung der "wirklichen "Vergangenheit. Vielmehr kann das museumsdidaktische Ziel nur darin bestehen, Bereiche und Ausschnitte des erzgebirgischen Lebens zu dokumentieren, dies allerdings am konkreten Beispiel und mit originalen Objekten. Wissenschaftliche Unterstützung bei dieser Arbeit erfuhr und erfährt das Museum vom Institut für Denkmalschutz und Volkskundlern der Region.

Ausgangspunkt für die Museumsarbeit bildet stets die weitestmögliche Erforschung des umzusetzenden Gebäudes. Von Interesse sind seine ehemalige Nutzung und die Baugeschichte, aber auch überlieferte Archivalien, wie Fotos, Urkunden, Pläne oder Inventarverzeichnisse. In diese breit angelegte Untersuchung fließen Erkenntnisse zu den ehemaligen Bewohnern (Lebensumstände, Berufe, soziale und wirtschaftliche Stellung) ebenso ein wie die Erkundung des ehemaligen dörflichen Umfeldes.

(Quelle: Spielzeugmuseum Seiffen)