Kontakt zur Kirchgemeinde:

Pfarrer Michael Harzer
Tel: 037362/8385

www.seiffener-kirche.de

Christian Gotthelf Reuther (1742 - 1795)

ein Bergmannssohn aus Ehrenfriedersdorf, wirkte im barocken Dresden, stand im Dienste der Familie von Schönberg, erbaute die bekannten Kirchen in Seiffen und Lohmen und starb schließlich als Ratszimmermeister in Pirna.

Wenn Sie noch mehr über den Baumeister oder die Geschichte der Seiffener Kirche erfahren wollen, wenden Sie sich bitte an:


Catrin Bilz, Hauptstraße 36, 09548 Seiffen

Tel.: 037362 / 76604

e-Mail: catrin-bilz(at)web(dot)de

www.büro-catrin-bilz.de

 

 

Die Seiffener Kirche

Die barocke Rundkirche, das Wahrzeichen Seiffens, ist durch die liebevoll angefertigten Miniaturen ortsansässiger Handwerksmeister weltweit bekannt geworden. Im Jahre 1779 geweiht, wurde sie von Christian Gotthelf Reuther nach dem Vorbild der Dresdener Frauenkirche errichtet. Ihre bis heute erhalten gebliebene Ausstattung erinnert an den einst blühenden Zinnbergbau sowie das über Jahrhunderte kunstvoll betriebene Glashüttenwesen. Besonders zu erwähnen ist das alte Kruzifix aus Zinn, das zum Kirchweihfest 1992 seinen Platz über dem Eingang gefunden hat. Durch Zufall war es aufgefunden und danach restauriert worden. Mit seiner Inschrift auf der Rückseite „Bergknappschaft Seiffen 1688“, stellt es den ältesten Beleg für das Bestehen der Knappschaft dar. Bemerkenswert sind auch die vier großen achtarmigen Glasleuchter im Altarraum. Der Älteste von ihnen wurde wahrscheinlich im Jahre 1670 in der, bis ins 19. Jahrhundert bestehenden, Heidelbacher Glashütte (bei Seiffen) gefertigt.

Die tiefe Sehnsucht der Menschen nach dem Licht kommt besonders während der Advents- und Weihnachtszeit zum tragen. Dann wird die Kirche am Turm und den Fenstern schön beleuchtet und im Inneren erstrahlen zu besonderen Veranstaltungen über 120 Kerzen. Neben den sonntäglichen Gottesdiensten und der inzwischen zur Tradition gewordenen Adventsmusik laden auch spezielle Führungen und Orgelkonzerte zum Besuch des Gotteshauses ein.

So beginnt wochentags (Montag - Samstag), nach dem Zwölf-Uhr-Geläut, eine halbstündige Führung durch die Seiffener Kirche mit anschließender kleiner Orgelmusik. Die Gäste können hierbei einiges über die architektonischen Besonderheiten des Hauses und die Ausstattung der Kirche erfahren. Der Kirchgemeinde ist es dabei besonders wichtig, dass ihr Gotteshaus nicht nur als Bauwerk, sondern als Ort des Glaubens verstanden wird, in dem auch Fremde gern aufgenommen werden. In etwa 14tägigem Rhythmus lädt die Kirche auch über das Jahr zu Konzerten ein. An den Sonnabenden im Advent finden in der Regel aller 20 Minuten zusätzliche Führungen statt. Sonderführungen sind nach Voranmeldung jederzeit möglich.

Die Veranstaltungen in der Advents- und Weihnachtszeit bilden zweifelsohne den kulturellen Höhepunkt im Seiffener Kirchenjahr und sind ebenso ein wichtiger Bestandteil der Seiffener Weihnacht. Sie werden größtenteils von den Chören der Kirchgemeinde selbst ausgestaltet. Besonders die Konzerte an den Adventssonntagen erfordern von den etwa 80 mitwirkenden Laienkünstlern ein hohes Maß an musikalischem Können und auch, angesichts einer überfüllten Kirche, an Konzentration.

Die Bläser der Kirchgemeinde haben jeweils nach den Adventskonzerten und der Christmette ihren besonderen Auftritt, wenn sie hoch oben vom Kirchturm Kirchgängern und Schaulustigen ein „Ständchen“ geben. Und im Sommer laden sie jährlich an einem „Freitag - Abend“ zu einer „Festlichen Turmmusik“ ins Seiffener Spielzeugmuseum ein.

(Text: Catrin Tolksdorf-Bilz, Seiffen)

Die Seiffener Kurrende

Der Name Kurrende ist sprachlich abgeleitet vom lateinischen Wort "currere", was heißen soll: Laufen. Tatsächlich war es einst ein laufender kirchlicher Knabenchor, der kirchliche Hilfsdienste übernahm: Die Sänger waren Chorknaben auf der Empore, halfen als Läutejungen und betreuten die kirchlichen Beerdigungen mit. Noch heute gehen in Seiffen (und in anderen Erz-gebirgsorten) schwarz gekleidete Kurrendesänger mit Laterne und leuchtendem Stern von Haus zu Haus und wünschen mit festlichen Liedern eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit.