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Links zu interessanten Seiten:

www.mortelgrund.de (Heimatverein Mortelgrund e.V.)

www.mortelmuehle.de (Gasthaus im Mortelgrund)

www.bergmaennleinpfad.de (kleiner sehenswerter Lehrpfad im Mortelgrund)

Schwemmteiche

Im Mühlholz zwischen dem Kleinen Vorwerk bei Sayda und dem Großen Vorwerk bei Neuhausen liegen idylisch in einem Tal, durch das der Mortelbach fließt, die beiden Schwemmteiche. Von hier aus sollte unbedingt talabwärts ein Abstecher entlang der besonders artenreichen Bergwiesen und vorbei an den Mundlöchern des Michaelis- und Johannisstolln ins romatische Mortelgrunder Tal zum Bergmännleinpfad und zur Mortelmühle unternommen werden.

Die Schwemmteiche wurde vermutlich bereits im 14. oder 15. Jahrhundert zu Bergbauzwecken angelegt. Im 17. und 18. Jahrhundert sollen in diesen Teichen die herrschaftlichen Schafe, von denen es im Großen Vorwerk 1600 gegeben haben soll, vor der Schur gewaschen worden sein. Die Wolle dieser Schafe hatte eine besonders hohe Qualität und war angeblich ein Exportschlager der damaligen Zeit.
Heute ist der untere Schwemmteich mit seinem kühlen Gebirgswasser als Naturbadeteich an heißen Tagen ein Geheimtipp. (...auch für FKK-Freunde.)

Projekt der sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt

Teichsanierung im Flächennaturdenkmal "Schwemmteiche" Sayda 1999 - 2000

Projektgebiet: Stadt Sayda, Landkreis Freiberg
Zeitraum: Dezember 1999 bis Dezember 2000
Erholung in einer einzigartigen Naturlandschaft:
Eine durch den Naturschutzfonds geförderte Maßnahme stellte die frühere Funktion des oberen Schwemmteichs wieder her.
Das Flächennaturdenkmal "Schwemmteiche" stellt in seiner Ausprägung als Talbereich mit zwei Stillgewässern, verbunden durch Bergwiesen und Bachlauf, eine regional bedeutsame Einzelbildung der Natur dar. Der Zustand des oberen Schwemmteichs hatte mehrfach zu Störungen des Wasserregimes geführt, wodurch Teichdamm und -krone erheblich angegriffen wurden. Der Naturschutzfonds förderte die Sanierung vorerst des oberen Schwemmteichs und damit verbunden den notwendigen Grunderwerb der Maßnahmefläche. Durch die Instandsetzung und teilweise Aufschüttung der Dammkrone konnte der Wasserspiegel, der über viele Jahre zu niedrig gewesen war, angehoben werden. Die Wasserfläche wurde wieder in ihre ursprüngliche Größe versetzt. Ein zusätzlicher Überlauf verhindert Überschwemmungen bei Hochwasser. Die Realisierung erfolgte natur- und landschaftsgerecht, so dass auch eine Steigerung des Erholungswerts erzielt werden konnte. Das Projekt bildet die Grundlage für eine weitergehende naturgerechte Sanierung des Umlandgebietes.