Tipp: Saigerhütte Grünthal

In dieser Etappe der wirtschaftlichen Entwicklung wurde auch die Saigerhütte in Grünthal bei Olbernhau errichtet, die nach einem Verfahren arbeitete, mit dem Silber besser aus dem Kupfer herausgelöst werden konnte. Es entstand ein Kupfer mit weit höherem Gebrauchswert und zusätzlich wurde reines Silber gewonnen. Saigerhüttenmuseum mit seinem Kupferhammer in Olbernhau hat hierzu einiges Interessantes zu berichten. Schauen Sie doch dort einmal vorbei!

Kontakt:

Museum Saigerhütte Olbernhau,
In der Hütte 10,
09526 Olbernhau
Tel.: 037360 /73367

www.saigerhuette.de

Bergbau im Mortelgrund

Es waren vor allem Bergleute aus dem Gebiet nordwestlich des Harzes, die in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts um Freiberg herum nach Erz suchten und 1168 die ersten reichen Silbererzfunde machten und damit das erste "Berggeschrei" im Erzgebirge auslösten. Die Erze, die in dieser Zeit die entsprechende wirtschaftliche Bedeutung hatten, waren Silber, Blei, Zinn, Zink und Kupfer.

Im Mortelgrund wurde nachweislich etwa ab 1400 Bergbau betrieben. Im 16. Jh. wurden unter anderem zwei Gruben betrieben, die „Eschig-Fundgrube“ und der „Altväter - Erbstollen“. Für den Bergbau legte man ein weit verzweigtes Kunstgrabensystem an. Die Wasserkraft wurde zum Antrieb von Erzmühlen und Pochwerken zur Erzbearbeitung genutzt. Pumpenanlagen, wie z.B. eine Heinzenkunst und ein Radkunstgezeuge beförderten das Wasser aus den Gruben.

Zu den heute noch sichtbaren Zeugen aus jener Zeit gehört ein Abschnitt des sogenannten Kunstgraben- und Röschensystems, mit dem das Freiberger Berg- und Hüttenzentrum über Jahrhunderte mit Aufschlagwasser versorgt wurde. Im Mortelgrund und an der Straße von Neuhausen nach Sayda ist ein Teilabschnitt dieses Systems zu sehen, je zwei schön gestaltete Mundlöcher der Röschen und jeweils ein gut gepflegter Kunstgrabenabschnitt. Dieses System reicht hinauf bis in den heutigen Staubereich der Talsperre Rauschenbach.

Außerdem gibt es ein Kunstgrabensystem, welches der Mortelmühle das Aufschlagwasser zuführt.

Der größte Teil der erzgebirgischen Bergwerke wurde noch vor dem Jahr 1900 in historisch kurzer Zeit wieder geschlossen. Man befand sich da an der Schwelle zum Industriezeitalter und es gab jetzt einen Weltmarkt, auf dem man das fertige Metall billiger kaufen konnte, als man im Erzgebirge des Erz dem Berg abrang und dann noch verhütten musste.  

So stellte man auch im Mortelgrund im Jahre 1835 den Bergbau ein.

(Text: Burkhardt Förster, Most)

Mehr zum Bergbau im Mortelgrund gibt es auf den Internetseiten zum Bergmännleinpfad.

www.bergmaennlpfad.de