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Waldglashütten an der Alten Salzstraße

Waldglashütten waren Holzfresser und somit geeignet, auch im Erzgebirge seit etwa 1200 den dichten Urwald, der dieses Gebirge bedeckte zu roden. Die entstandenen Lichtungen stellten Markierungen als Territorialeigentum der jeweiligen Herrschaft dar und waren Freiflächen zur Besiedlung. Gleichzeitig wandelte man so die riesigen Holzmengen in wertvolles Glas. War das Holz in der näheren Umgebung aufgebraucht, wanderte die Glashütte weiter.

Ab dem 16. Jahrhundert wurden die Glashütten aufgrund des zunehmenden Bergbaues sesshaft. Als letzte Glashütte im Osterzgebirge stellte um 1826 die Heidelbacher Hütte ihren Betrieb ein.

Der Glasmachersteig im Osterzgebirge

Nachdem die erzgebirgischen Glashütten fast in Vergessenheit geraten waren, entsann man sich erst um 1980 wieder ihrer einstigen Bedeutung für die Region. Im Gebiet um Moldava/Moldau führt bereits seit 1999 ein  Wanderweg zu den alten Glasmacherstätten.
Der Erlebniswanderweg "Glasmachsteig im Osterzgebirge", der auch mit dem Rad (besser Mountainbike) abgefahren werden kann, führt vom Grenzübergang Neurehefeld bei Altenberg bis zum Erzgebirgischen Glashüttenmuseum Neuhausen und von hier nach Seiffen.

Auf den insgesamt fast 54 km wurden an den alten Glashüttenstandorten zahlreiche Tafeln aufgestellt, die interessante Informationen zu den jeweiligen Glashüttenstandort, aber auch über das Leben der Glasmacher, über Glashüttentechnik vergangener Jahrhunderte, Produkte etc. geben. Dieser Weg ist so angelegt, dass sie ihn auch in Teilabschnitten abwandern können. Folgen Sie dem gelben Schild mit dem grünen Krautstrunk, einem mittelalterlichem Glas, durch tiefe Wälder und gepflegten Dörfern. Entdecken Sie das alte Gewerbe der Glasmacherkunst.

Mit dem Prospekt und einer ergänzenden Broschüre, beide Schriften in deutscher und tschechischer Sprache, erhalten Sie weiterführende Informationen zum Verlauf des Glasmachersteiges im Osterzgebirge.

Informationen erhalten Sie in Neuhausen, am Fuße der Burg Purschenstein
im Erzgebirgische Glashüttenmuseum,
Freiberger Str. 10, 09544 Neuhausen,
Tel. 037361/50999
oder im Internet: www.erzgebirgsglas.de.