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Bedeutung des Salzes im christlichen Glauben

Besonders im übertragenen Sinne wird das Wort "Salz" oftmals in der Bibel erwähnt. Bekannt ist der Ausspruch Jesu, seine Jünger seien das "Salz der Erde". Damit wollte er ihre Bedeutung für die Missionierung hervorheben. So wie Menschen ohne Salz nicht leben können, spielen seine Jünger und Nachfolger eine lebensnotwenige Rolle bei der Vermittlung des Glaubens. Gemäß Altem Testament gehört Salz zu jeder Opfergabe (3. Mos. 2, 13), reinigt das Wasser (2. Kön. 2, 20 ff.) und dient der Bereitung von Weihwasser.
Weihwasser, als Segenszeichen in der katholischen Kirche, hat  seine Ursprünge im Brauchtum der Antike, wo es lebenden und toten Dingen zur Befreiung von negativen (dämonischen) Mächten diente. Die symbolische Bedeutung des Weihwassers ist die des Wassers überhaupt: Leben, Reinigung, Gefährdung und Rettung. Durch das Segensgebet werden diese Bedeutungen mit dem Auszug des Volkes Israel aus Ägypten und mit Jesus Christus, der das Wasser durch seine Taufe im Jordan heiligte, verknüpft. So ist das Weihwasser zugleich Gedächtnis und Erneuerung der Taufe.
Weihwasser befindet sich am Eingang jeder katholischen Kirche. Die Gläubigen bezeichnen sich damit in Kreuzform und mit der Taufformel (Matth. 28,19): "Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes" und erinnern sich so an ihre eigene Taufe.
Vor der Liturgiereform im 20. Jahrhundert wurde dem Weihwasser Salz und Salböl hinzugefügt. Heute kann ihm gesegnetes Salz beigeben werden.
(Quelle: Wikipedia)