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Ein Jagdschloss

ist ein Schlossbau in einem Jagdgebiet , der der Unterbringung von Herrschern und Hofstaat anlässlich der Jagd in der Region diente. Meist wurde hier das die Jagd beschließende Bankett begangen. Manchmal diente es auch für Feste und ähnliche Veranstaltungen. Jagdschlösser sind meist im Bezug zur Jagd ausgestattet: z.B. mit Geweihen und anderen Trophäen und  Jagdgemälden. Meist gehörten zum Jagdschloss auch Stallungen und Nutzbauten zur Unterbringen von Jagdzeug, Kutschen und Gefolge. Während größere Jagdschlösser selbstständige Ensembles bilden können, sind kleinere Anlagen, auch  Jagdhäuser genannt, oft in Schlossparks und Gärten, zumindest aber in Reichweite der Residenz des jeweiligen Fürsten errichtet.

Zámeček Lichtenvald - Jagdschlösschen

Zámeček Lichtenvald (früher: Jagdschloss Lichtenwald, auf alten Karten auch als Lichtenwaldstein bzw. Lichtwallenstein bezeichnet) wurde in den Jahren 1761 - 1765 auf dem Waldsteiner Gut Horní Litvínov (früher: Oberleutensdorf), unweit der Gemeinde Český Jiřetín (früher: Böhmisch Georgenthal) errichtet. Emanuel Filibert von Waldstein, der das Schlösschen seiner Braut, die Prinzessin Maria Anna Theresia von und zu Liechtenstein, zur Hochzeit schenkte, hatte J. M. Rüttig aus Bilin (Bílina) mit dem Bau beauftragt. Die einzelnen Gebäude, Barockschlösschen, Forsthaus, Pförtnerhaus, den Ställen und Wagenschuppen bilden einen Kreis. Sie sind aus Holz. Auf dem Gelände wurden im Jahre 1848 unter anderem Wapiti-Hirsche gezüchtet. Das gesamte Objekt, heute 1980 Hektar groß, wurde 1923 vom tschechischen Staat übernommen. Die Gebäude sind heute nicht zugänglich, werden zum Teil von der Forstverwaltung als Lagerräume genutzt und wurden vor einigen Jahren (von außen) restauriert.

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