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Tipp

Rauschenbachtalsperre

Nur wenige Autominuten von Flaje entfernt, befindet sich die "Rauschenbach- Talsperre". Sie wurde 1960 - 1968 erbaut und dient ausschliesslich der Trinkwasserversorgung. Das Wasser wird über die Revierwasserlaufanstalt Freiberg an das Talsperrensystem Mittleres Erzgebirge geleitet und gelangt schliesslich durch weitere Überleitungen bis zur Landeshaupt nach Dresden.

Der Rückstau der Flöha (tschechisch: Fláje) reicht bis in das Gebiet der Gemeinde Český Jiřetín (Georgendorf) in Tschechien. Im Zuge der Baumaßnahnmen wurde die entlang der Grenze zu Tschechien verlaufende Straße von Neuwernsdorf nach Deutschgeorgenthal überflutet und der Bau einer neuen Straße, sowie einer Brücke über die Talsperre waren erforderlich.

Von der Staumauer der Talsperre hat man einen imposanten Blick auf Rauschenbach und Neuhausen mit dem Schwartenberg, der mit seinen stattlichen 789 Metern von fast allen Seiten sichtbar ist.

Angelfreunde haben an der Talsperre Rauschenbach die Möglichkeit, ihrem Hobby zu frönen, aber nur mit Angelschein.

Die Talsperre Flaje

Die Talsperre Fláje (tschechisch Údolní nádrž Fláje) befindet sich im tschechischen Teil des Erzgebirges bei Ceský Jiretín (Georgendorf) und staut die Flöha (tschechisch Flájský potok) in ihrem Oberlauf.

Die einzige Pfeilerstaumauer Tschechiens wurde 1963 fertiggestellt. Die Talsperre wird als Trinkwasserreservoir für den Bezirk Most genutzt. Die Staumauer ist 56 m hoch und 416 m (mit "Dammkrone" (Kronenaufbau?) 459 m) lang. Der Stausee der Fláje-Talsperre nimmt eine Fläche von 153 ha ein. Gestaut wird das Wasser aus einem Einzugsgebiet von ca. 43 km².

Zwei größere und eine kleine Wasserkraftanlage mit Leistungen von 2 mal 4 MW und 16 kW nutzen das Talsperrenwasser, um Strom zu erzeugen. Das abfließende Wasser wird in der unterhalb gelegenen Talsperre Rauschenbach noch einmal aufgestaut.

Beim Bau der Talsperre wurde der Ort Fláje (Fleyh) überflutet und die im Wassereinzugsgebiet befindlichen Dörfer Vilejšov, Oldriš, Mackov und Pastviny aufgelassen.

Wegen der Nutzung als Trinkwasserreservoir ist eine Nutzung zu Erholungszwecken ausgeschlossen. Das Betreten der Uferbereiche des Stausees ist verboten.