Tipp:

Über den Tourismusverband Erzgebirge e.V. kann man eine sogenannte Kammtour von Schöneck bis Altenberg ohne Gepäck buchen. Die Strecke verläuft weitestgehend identisch wie die Skimagistrale. Da es sich um ein Angebot von deutscher Seite aus handelt, sind leider alle Übernachtungen (teilweise mit Umwegen) in Sachsen.

Nähere Informationen unter: www.kammtour.de

 

 

Skimagistrale Erzgebirge/Krušné hory

Keine schroffen Berge, sondern ein von Südwest nach Nordost verlaufendes Hochplateau mit einzigartigen Hochmooren, Wiesen und kargen Wäldern ist charakteristisch für das Erzgebirge und läd zu ausgedehnten Skilanglauftouren ein.

Die Skimagistrale Erzgebirge - Krušné hory bezeichnet einen ca. 200 km langen Skifernwanderweg, der von Schöneck im Vogtland bis ins Osterz-gebirge reicht. Die Skimagistrale, als SM ausgeschildert, verläuft auf deutschem und tschechischem Gebiet. Östlicher Endpunkt der "deutschen" Skimagistrale ist Altenberg bzw. Zinnwald-Georgenfeld. Jedoch existiert auf tschechischem Gebiet noch ein weiterer Skifernwanderweg auf dem Erzgebirgskamm, die Krušnohorská lyžařská magistrála, die als KLM ausgeschildert ist. Sie ist bis Georgendorf (Český Jiřetin) im wesentlichen identisch mit der SM und ist daher im Westerzgebirge zugunsten der SM kaum noch ausgeschildert. Die KLM auf tschechischer Seite führt ab Zinnwald noch deutlich weiter nach Osten bis nach Nakléřov (Nollendorf), wo die neue Autobahn den Erzgebirgskamm überquert.

Zweifellos ist es eine der längsten, schneesichersten und schönsten Skifernwanderstrecken in Mitteleuropa. Einige Probleme sollen jedoch nicht verschwiegen werden:

- Während die meisten Steckenteile auf deutscher Seite regelmäßig gespurt werden und hier in den letzten Jahren die Loipenqualität deutlich verbessert wurde, sind in Tschechien mehrere Abschnitte nicht oder nur unregelmäßig präpariert und schlecht ausgeschildert.

- Zudem sind die größeren Abschnitte auf deutscher Seite unter anderem Namen bekannt ("Kammloipe" bzw. "Osterzgebirgsloipe"/"Bahndammloipe"). In Tschechien wird in einigen Abschnitten weiterhin die Bezeichnung KLM be-vorzugt oder die Skimagistrale nur bis Oberwiesenthal definiert, denn in den neunziger Jahren bestand die Skimagistrale nur aus dem Abschnitt Johanngeorgenstadt bis Oberwiesenthal. Für weniger ortskundige Skiläufer kann die Beschilderung somit für ziemliche Verwirrung sorgen.

 

Plant man in mehreren Tagen den gesamten Erzgebirgskamm mit Skiern abzulaufen, so muss man beachten, dass auf tschechischer Seite viele Bereiche seit 1945 unbesiedelt sind und daher Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten an der Strecke nur begrenzt zur Verfügung stehen. Andererseits macht gerade die Grenzlage und Abgeschiedenheit den Reiz der Skimagistrale aus. Unberührte Waldgebiete des Naturparks Erzgebirge-Vogtland wechseln sich mit Freiflächen in der kargen und schneesicheren Kammregion ab.

Man kann die Gesamtstrecke in verschiedene Abschnitte aufteilen:

Schöneck- Johanngeorgenstadt/ Jeleni  (36 km, 730-950m, sehr gut gespurt)

Johanngeorgenstadt/ Jeleni-  Bozi Dar
(35 km, 800/880-1040m, gut gespurt)

Bozi Dar-Satzung (45 km,  730-1240m, nicht gespurt)

Satzung-Kallich (24 km, 680-880m, teilweise gespurt)

Kallich-Cesky Jiretin (40/42 km, 600-900m, teilweise gespurt)

Cesky Jiretin/    Deutschgeorgenthal- Zinnwald (25 km, 600-880m, gut gespurt)

Zinnwald-Naklerov (25 km, 600-880m, teilweise gespurt)

 

www.wintersport-im-erzgebirge.de