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Weitere Sehenswürdigkeiten

Neben dem bekannten Oseker Kloster hat der Ort noch weitere Sehenswürdigkeiten zu bieten, so zum Beispiel die Barockhäuser auf dem Marktplatz, der sich gegenüber dem Kloster befindet.

In Nr. 31 aus dem Jahre 1754 befindet sich heute das Restaurant Stropník (Strobniz). Das Haus Nr. 30, 1716 vielleicht von O. Broggio erbaut, ist mit einer Kartusche mit einer Szene des Kreuzweges geschmückt. Neben diesem Portal verliert sich etwas die Mitteilung, dass hier im Jahre 1779 Kaiser Josef II. wohnte.

Im oberen Teil des Platzes kann man im Haus Nr. 202 in einer  Nische  eine Statue des Johannes von Nepomuk. Auf der gegenüberliegenden Seite fesselt die traditionelle Apotheke, ein Haus im Jugendstil (Nr.3), die Aufmerksamkeit des Besuchers. Deren Giebel ist mit römischen Köpfen und einem dekorativen Erker versehen. Ihre jetzige Gestalt erhielt die Apotheke während der Blütezeit der Stadt um das Jahr 1900. Dass an seiner Stelle schon ein älteres Barockgebäude existierte, davon zeugt die auffallende Jahreszahl 1696. Unter diesem Haus ragt in den Platz die St. Katharina- und St. Barbara-Kapelle von O. Broggio hervor, die ursprünglich gotisch war und in den Jahren 1713-1718 im Barockstil umgebaut wurde. Diese Kapelle ist schon Bestandteil des mächtigen Klosterkomplexes.

Östlich vom Kloster befindet sich die St. Peter- und Paulkirche, die 1714 im Barockstil umgebaut wurde. Auf dem alten Friedhof um diesen Kirchenbau fesselt uns das Empiredenkmal des sächsischen Hofbildhauers J. F. Petrich. Aus der lateinischen Aufschrift erfährt man, dass am 12. Oktober 1802 ein sächsischer Prinz, auf seinem Wege zu den Teplitzer Heilquellen in Osek getötet wurde. Der Günstling der russischen Zarin Katharina II., starb im Duell mit dem russischen Fürsten Ščerbatov.

Wenn man aus dem ehemaligen Alt-Osek durch die Dolnonádražní-Straße zum Kloster zurückkehrt, kann man das Haus Nr. 63 nicht verfehlen, in dem sich im 18. Jahrhundert eine Textilmanufaktur befand.

Außer diesen Denkmälern findet der geduldige Besucher noch viel Schönes. Besonderes bemerkenswert ist eine Menge von kleinen Skulpturen, die vor wiegend an den Straßen, in den Parkanlagen und in den Gärten der Stadt verstreut sind.

Ein für Touristen interessantes Objekt ist auch der Überrest einer uralten Eiche an der Straße in Richtung Hrob (Klostergrab), unter der angeblich Jan Žižka ruhte. Die Anwesenheit des berühmten Hussitenfeldherren an diesem Orte wurde zwar nicht bewiesen, jedoch ist sicher, dass die Hussiten einige Male durch diese Gegend zogen und das Kloster nieder brannten.