Kontakt:

Sächsisches Brauereimuseum Rechenberg
An der Schanze 3 
09623 Rechenberg-Bienenmühle

www.museumsbrauerei.de


Führungen:
Dienstag - Freitag:
11.00 Uhr und 14.00 Uhr
Samstag, Sonntag und Feiertag:
11.00 Uhr, 13.00 Uhr und 15.00 Uhr

Im Anschluss an eine sachkundige Führung durch die Museumsbrauerei erlebt man bei einer Bierprobe in den herrlichen Kreuzgewölben der alten Mälzerei, dem jetzigen Schalander der Brauerei, echte Biergeselligkeit und urige Gemütlichkeit. Der Küchenchef empfiehlt zum Bier eine deftige Grillhaxe mit Sauer-kraut oder als besondere Spe-zialität einen „Rechenberger Schwarzbierbraten“.Die urgemütliche Brauereigast-stätte Schalander umfaßt 120 Plätze und ist daher auch ideal für Busreisegruppen. Dauer von Führung und Bierprobe: zirka 2 Stunden.


 

Bierbrauen und Schankgerechtigkeit

Im Mittelalter galt Bier auch als geeignetes Getränk für Kinder, da es damals einen geringeren Alkoholgehalt als heute hatte und das Bier durch das Kochen des Hopfens weitgehend keimfrei war – im Gegensatz zum damaligen Trinkwasser. Es war ebenfalls wegen seines hohen Kaloriengehalts eine wichtige Ergänzung der oft knappen Nahrung. Angesichts des hohen Bierkonsums war Bier für den städtischen Fiskus von großem Interesse. Bereits im Spätmittelalter wurden fast überall im Reich Produktions- und Verkaufssteuern auf Bier erhoben. In Deutschland darf Bier bis heute grundsätzlich nur nach dem Reinheitsgebot von 1516 gebraut werden, nach dem es nur aus Wasser, Hopfen und Malz bestehen darf.

Gebraut werden durfte nur in denen von der Herrschaft bestimmten Brauereien, so zum Beispiel in der Stadt Sayda, in Rechenberg, bei der Glashütte Heidelbach und sicher auch im Kloster Osek.

1558 erlangte der Ort Rechenberg das Braurecht . Der Bau der Brauerei Rechenberg, auf Betreiben Caspar III. von Schönberg, wurde nach dem mit dem Erbrichter in Nassau abgeschlossenen Vertrage an seiner jetzigen Stelle, bestehend aus Brauhaus, Malztenne und Wohnung für den Brauer, sofort in Angriff genommen. Damit ist die Privatbrauerei Rechenberg heute eine der ältesten produzierenden Brauereien Sachsens. In einem 1995 neu eingerichteten, hoch modernen Braubetrieb werden nach traditionellem Brauverfahren unter Verwendung von besonders weichem kristallklaren Brauwasser aus eigenem Tiefbrunnen und erlesener Rohstoffe Biere der weithin bekannten Rechenberger Güte gebraut. In ein-drucksvoller Weise ist es der Privatbrauerei Rechenberg auch gelungen, die fast 450-jährige Geschichte der Brauerei und den gesamten Prozess der traditionellen Bierherstellung - von den Rohstoffen bis zum fertigen Produkt - darzustellen. Der vollständige Erhalt der historisch wertvollen Gebäudesubstanz, angefangen vom Sudhaus anno 1780 bis hin zu den unterirdischen Gewölbekellern in Einheit mit der kompletten und voll funktionsfähigen Brautechnik, ist weithin einmalig. Seien Sie daher recht herzlich nach Rechenberg-Bienenmühle im Osterzgebirge zu einem Besuch in das “Sächsische Brauereimuseum” eingeladen.