Die Rundblättrige Glockenblume

Die mehrjährige krautige Pflanze wird zwischen 20 bis 40 cm hoch. Die Stängel-blätter sind gleichmäßig angeordnet, die Blühtriebe meist einzeln oder zu wenigen Gruppen. Die Krone ist in Form und Farbe variabel. Blütezeit ist von Juni bis September.
Inhaltsstoffe: Inulin und Triterpensaponine. Wirkt blutstillend und entzündungshemmend.

Das Torfmoos

ist maßgeblich für die extremen Lebensbedingungen in den Hochmooren verantwortlich. Da es keine Wurzeln hat, ernährt es sich von Regenwasser und den darin enthaltenen Nährstoffen, die es speichert. Dadurch entzieht das Torfmoos diese der Umgebung und der Säuregehalt im Moor nimmt zu. Durch den Luftabschluss in den Mooren werden orgnische Substanzen nicht oder nur in Teilen zersetzt und geben heute Aus-kunft über die Vergangenheit. (z.B. Moorleichen) Torfmoos wird in Gärtnereibetrieben zur Verbesserung der Wasserspeicherung des Bodens benutzt, es dient als Brennstoff.

Pflanzenwelt zwischen Seiffen und Göhrener Tor

Charakteristisch für das Gebiet sind der hohe Grünlandanteil in unmittelbarer  Nähe von Seiffen sowie die vorrangig mit Fichten bestockten Waldflächen  auf den angrenzenden Bergrücken und Gipfeln. Größere Laub- und Mischwaldabschnitte gibt es jedoch an der Nordwestseite des Ahornberges. Besonders vielgestaltig ist der Seiffener Grund südwestlich von Seiffen.  Neben den noch deutlich sichtbaren Spuren einer  früheren intensiven Waldnutzung  sind  hier in der Nähe des Baches wieder zahlreiche Strukturelemente eines naturnahen Bach- Erlen- Eschenwaldes und am unmittelbar angrenzenden Hang Arten der Schlucht- und Schatthangwälder zu erkennen. Pflanzen wie Wald- Ziest, Riesen- Schwingel, Echter Baldrian, Sumpf- Pippau, Fuchssches Greiskraut, Kletten- Labkraut, Bunter Hohlzahn, Wald- Reitgras, Goldnessel,  Frauenfarn, Breitblättriger Dornfarn und verschiedene Sträucher wachsen hier sehr üppig.

Erwähnenswert ist auch ein fast 100 m² großes Vorkommen des Straußenfarnes am Seiffener Bach (Nähe Dreiweg). Das angrenzende Waldgebiet, das vor allem mit Buche, Fichte und Bergahorn bestockt ist, weist eine gut entwickelte Bodenschicht auf. Diese ist  örtlich sehr verschieden mit Drahtschmiele, Heidelbeere, Wolligem Reitgras, Purpur-Hasenlattich,Quirlblättriger Weißwurz, Frauenfarn, Breitblättrigem Dornfarn, Weiße Pestwurz, Echtes Springkraut, Hain-Gilbweiderich und Moosen wie dem Schwanenhals- Sternmoos und dem Schönen Widertonmoos bewachsen. An zahlreichen Quellstandorten sind ferner die Winkel - Segge und Torfmoose zu finden. Interessant ist das relativ häufige Auftreten der Wald -Hainsimse. Bemerkenswert ist ferner ein Standort des in ganz Deutschland sehr seltenen Serpentin - Streifenfarnes im Naturschutzgebiet Seiffen-Hirschberg.

Neben vielen relativ intensiv bewirtschafteten Grünlandflächen gibt es  insbesondere an steilen Hängen und an Quellstandorten (unter anderem in Oberseiffenbach) noch viele artenreiche Berg- und Feuchtwiesen. Auf den zahlreichen Bergwiesen in der Nähe von Seiffen wachsen Rotschwingel, Gewöhnliches Ruchgras, Wald- Storchschnabel, Goldhafer, Bärwurz, Wiesen-Schwingel, verschiedene Hahnenfuß- Arten, Gamander-Ehrenpreis, Verschiedenblättrige Kratzdistel, Kleiner Klappertopf, Kuckucks-Lichtnelke, Rundblättrige Glockenblume, Wiesen-Schaumkraut, Blutwurz, Berg-Platterbse und sehr viele andere Pflanzen. Auf besonders feuchten Stellen kommen vor allem Binsen, Seggen, Sumpf-Kratzdistel, Wiesen- Knöterich und Rasenschmiele vor.

(Quelle: Naturführer Grüne Liga Osterzgebirge e.V.)