Der Fischotter

ist ein in an das Wasserleben angepasster Marder und zählt zu den besten Schwimmern unter den Landraubtieren. Er kommt in fast ganz Europa vor und wird einschließlich Schwanz ca. 90 Zentimeter lang. Sie können bis zu acht Minuten unter Wasser bleiben. Beim Schwimmen ragen Kopf und Hals aus dem Wasser heraus, während der restliche Körper unter Wasser bleibt. Am Ufer gräbt der Fischotter einen Bau, dessen Eingang etwa 50 cm unter der Wasseroberfläche liegt. Die Wohnkammer befindet sich über der Hochwassergrenze und bleibt trocken. Der Fischotter frisst das, was er am leichtesten erbeuten kann, z.B. Fische, Enten, Wasserratten, Frösche und Flusskrebse.

Die Wasseramsel

lebt  an schnellfließenden Ge-wässern mit klarem Wasser und kiesigem Grund, gerne mit Felsblöcken und be-waldetem Ufer. Ihre kurzen Flügel sind zum Rudern unter Wasser besser geeignet als zum Fliegen. Die Beine sind robust und kräftig, um sich in der Strömung unter Wasser festhalten zu können. Die Vögel ernähren sich von kleinen Wassertieren, die sie auch tauchend oder am Boden des Gewässers aufsammeln können. Sie können unter Wasser auch kleine Steine umdrehen, um Beutetiere aufzustöbern.

Tierwelt zwischen Seiffen und Göhrener Tor

Auch die Tierwelt, hier am Erzgebirgskamm ist bedeutsam. In den Buchenbeständen kommen Waldlaubsänger, Hohltauben, Schwarz- und Grauspechte und auch vereinzelt Zwergschnäpper vor. In den kammnahen Fichtenbeständen treten als seltene Arten Raufußkauz, Sperlingskauz, Waldschnepfe, zeitweise auch Nachtschwalbe, Waldbaumläufer, Weidenmeise Zwergspecht, auf freien Flächen auch der Feldschwirl und in Grenznähe noch vereinzelt das Birkhuhn auf. In der Flöha kann mit etwas Glück die Wasseramsel beobachtet wer-den. Seit einigen Jahren tritt  auch der Fischotter wieder auf. Unter anderem wurde er an der Rauschenbachtalsperre und an ihren Zuflussbächen gesehen. Im Hochmoor bei Deutscheinsiedel wurden die Erdmaus und die Zwergspitzmaus  und in Oberlochmühle die Nordfledermaus beobachtet.

(Quelle: Naturführer Grüne Liga Osterzgebirge e.V.)

Das Birkhuhn

Das Birkhuhn besiedelt Moore, offene Heiden und mit Kiefern und Birken bestandene Heiden (z.B. beim Göhrener Tor). Die Nester werden in Heidekrautbüschen angelegt. Leider ist das etwa haushuhngroße Birkhuhn fast überall verschwunden. In Mitteleuropa findet man es noch in einigen Alpenregionen, in der Rhön, im Hohen Venn und im Naturschutzgebiet Bergwiesen im Osterzgebirge. Das Birkhuhn ist dort zu Hause, wo sich der Wald lichtet und Sträucher und Kiefern wachsen. Erwachsene Birkhühner nehmen fast ausschließlich pflanzliche Nahrung zu sich. Sie fressen junge Sprossen von Sträuchern, Blätter, Blüten, Knospen und Beeren. Die Küken sind in den ersten Lebenswochen auf tierische Nahrung in Form von Insekten angewiesen. Der prächtige Birkhahn ist blauschwarz gefärbt, hat weiße Unterschwanzdecken sowie ein weißes Flügelband. Die Hennen sind schlicht braun und schwarz gefleckt. Als Bodenbrüter müssen sie gut getarnt sein. Ein besonderes Naturerlebnis ist es, einen balzenden Birkhahn zu erleben. Von März bis April führen sie ihre Balztanz an ganz bestimmten Balzplätzen vor.