Dlouhá Louka, an der Straße von Osek nach Meißen

Dlouhá Louka (früher: Langewiese) ist ein Ortsteil der Stadt Osek Die Streusiedlung befindet sich entlang an einer alten Pass-straße auf einer Waldlichtung oberhalb der Riesenburg. Diese Lichtung liegt zu Füßen des Vlcí hora ( früher:Wolfsberg, 890 m), in der Quellmulde des Osecký potok (früher: Eulen- oder Uhlenbach) in steiler Hanglage.

Langewiese wurde erstmals 1538 in der Lobkowitzschen Erbteilung urkundlich erwähnt. Der Ort ist aber vermutlich älter, da das Dorf an einem bedeutenden Weg lag, der von Ossegg (heute: Osek) nach Meißen führte. Vermutlich ist Langewiese eine Gründung des Klosters Ossegg.

Kirchlich und schulisch gehörte der Ort von jeher zu Ossegg. Wegen der großen Entfernung wurde um 1885 der Bau einer eigenen einklassigen Schule genehmigt, um den Kindern den Weg vor allem im Winter zu ersparen. Um 1910 entstand auch eine eigene kleine Kirche.

Haupterwerbsquelle der Ein-wohner war die Landwirt-schaft. In den Fluren des Niederdorfes wurde sogar Weizen angebaut. Daneben war die Butter aus Langewiese in den Städten im Tal sehr beliebt. Später verdiente auch eine Reihe von Einwohnern ihren Unterhalt in den Kohlerevieren des Dux-Brüxer Kohlebergbaues oder in den Betrieben in Oberleutensdorf.Andere Arbeitsmöglichkeiten gab es z.B. in den Steinbrüchen bei Ladung oder den Sägewerken im Riesenberger Tal. Eine weitere Erwerbsquelle war der umliegende dichte Wald. Es gab zwei Forsthäuser auf Langewieser Grund - das Forsthaus Adelsgrund und das Forsthaus Strobnitz.

Später wurde Langewiese durch Wanderwege touristisch erschlossen. Ein Wanderweg führt z.B. auf den höchsten Gipfel des Ost-Erzgebirges den Loučná (Wieselstein), mit einer Höhe von 960 m. In den Wintermonaten wurde eine über zwei Kilometer lange Abfahrsstrecke wichtiger Anlaufpunkt vieler Wintersportler. Aber auch Kurzausflügler aus Oberleutensdorf oder Ossegg kamen an den Wochenenden nach Langewiese. Der Ort besaß vier Gastwirtschaften: bei der Kirche das Gasthaus Loos, dann etwas höher das Gasthaus Schindler und das weit bekannte Gasthaus Tremfriedel am höchsten Punkt des Ortes. Ein viertes Gasthaus das „Bergheim“ wurde vom Erzgebirgsverein betriebene. Heute ist Dlouhá Louka ein Erholungsort.