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Natur pur - Waldarbeitersiedlung Georgendorf

Český Jiřetín ist eine Gemeinde an der Flöha , direkt an der der Grenze zu Sachsen gelegen. Der Ort wurde bis 1945 von einer deutschspra-chigen Bevölkerung bewohnt und hieß Georgendorf.

Ein Grenzübergang für Wanderer, der neuerdings auch für PKW freigegeben ist, verbindet Český Jiřetín mit dem am Zusammenfluss des Rauschen-baches mit der Flöha gelegenen deutschen Dörfchen Deutschgeorgenthal, einem Ortsteil von Neuhausen.

Das Dorf ist um 1592 als Holzfällersiedlung entstanden. In den Jahren 1624 – 1629 wurde hier der älteste Schwimmkanal für Holz, die so genannten „Neugrabenflöße“ erbaut. Er führte von Fláje (Fleyh) bis nach Clausnitz in Sachsen. Er wurde durch den sächsischen Kurfürsten Johann Georg I. in Auftrag gegeben und nach den Plänen von Friedrich Lingke erbaut. Insgesamt 243 Jahre wurde dort Holz aus dem Fleyher Urwald nach Freiberg transportiert. Um 1800 wurde die Kirche des Heiligen Peter und Paul erbaut, die nach dem Zweiten Weltkrieg zerstört wurde.

Im 16. Jahrhundert gehörte der Ort zu den Bergbaustädten des Erzgebirges. Im Ort wurde damals Silber, Kupfer und Bleib abgebaut. Heute lebt der Naherholungs- und Grenzort vor allem vom Tourismus.

Zu Český Jiřetín gehört der Ortsteil Fláje (Fleyh) und die Ortslage Horní Ves.

1969 wurde die Kirche Johannes des Täufers wegen des Baus der Talsperre Fláje aus Fleyh (Fláje) nach Český Jiřetín verlegt. Die Kirche ist heute der einzige komplett aus Holz errichtete Sakralbau im Erzgebirge.

Es gibt auch einen  70 Meter hohen Wasserfall gibt es in Český Jiřetín.