Klíny und seine Ortsteile

Das kleine Dorf Klíny (früher: Göhren) liegt  700-810 Meter über dem Meeresspiegel ist heute als Naherholungs- und Wintersportort mit Abfahrtsstrecken und der Krušnohorská lyžařská magistrála (Erzgebirgische Skimagistrale) bekannt.

Anfangs gehörte der Wald den böhmischen Königen, kam aber bald in den Besitz der Hrabischitzer, Herren von Riesenburg. Die ersten Siedler kamen im 12. Jahrhundert hierher, um Silbererz zu fördern. 1355 erfolgte die Gründung der Bergwerksgemeinde, die den Namen „St. Wenzels Berg“ erhielt. Bald wurde aber allgemein der Namen „Gery (Gerij-Jeren)“, dann „Göhren“ gebraucht. Der böhmische Name „Klíny (Keil)“ entstand, weil die Ortschaft in den dichten Urwald gleichsam hineingekeilt war.

1354 errichtete Slauko V. von Riesenburg in Göhren eine  Kirche, die dem Hl. Antonius von Padua geweiht wurde. Der erste Pfarrer trat am 17. April 1355 sein Amt an. Die Kirche war damals nur eine kleine Kapelle für die frommen, armen Bergleute. Durch die geringen Einkünfte hielt es hier kein Geistlicher länger als drei Jahre aus. Bei der Belagerung von Brüx (Heute: Most) durch die Hussiten wurde auch die Göhrener Kirche zerstört. Mit den Hussiten kam zeitweise der Protestantismus nach Göhren.

Am 21. Januar 1585 verkaufte Kaiser Rudolf II. Göhren an Ladislaus von Lobkowicz, der zehn Jahre später in Ungnade fiel. Das Dorf wurde 1595 von den Herren der Burg Hněvín gekauft. Nach der Schlacht am Weißen Berg wurden den Brüxer Herren, die sich bei den Protestanten finanziell beteiligt hatten, Besitztümer u.a. auch Göhren entzogen und Albrecht von Waldstein übereignet.

Nach dem Dreißigjährigen Krieg wurde der Bergbau eingestellt. Die Bewohner waren danach meist Holzfäller, Tagelöhner, einige wenige Landwirte und Fabrikarbeiter. Landwirtschaftsprodukte waren Heu, Korn, Hafer und  Kartoffeln. Im Dorf selbst gab es weder Bäcker noch Fleischer, nicht einmal einen Kaufladen. Es wurde Holzkohle hergestellt und auf den Herrensitzen Jagd betrieben.

Seit 1794 hatte Göhren auch einen eigenen gewählten Richter. 1831 wurde aus Göhren, Zettl und Rascha die politische Gemeinde Göhren gebildet. Als erster Vorsteher wurde Anton Geissler gewählt, Gemeinderäte waren Josef Garnich und Michael Göpfert.

1870 wurde, auf 784 Metern Seehöhe, umgeben von Wäldern eine neue Kirche im Renaissancestil erbaut. Allerdings litt die Kirche jedes Frühjahr unter zu hohem Grundwasser, das regelmäßig den Eingang überschwemmte und bis in den frühen Sommer blieb. Durch die Feuchte wurden recht bald der Altar und die Altarbilder angegriffen. Die Pfarrkirche wurde in den 1970er Jahren aufgelöst, das Kirchengebäude abgerissen.

Seit der zweiter Hälfte des 19. Jahrhunderts boten sich den Einwohnern von Klíny, Rašov und Sedlo weitere Möglichkeiten der Beschäftigung in Textilfabriken in Litvínov oder in Tiefbaugruben in Moster Teil des Braunkohlenreviers.

Gegenwärtig erstreckt sich die Gemeinde Klíny auf einer Fläche von 1843 Hektarn. In 45 Familienhäuser leben hier 87 Einwohner. Die Mehrheit der Häuser im Dorf hat Erholungscharakter. In der Winter- sowohl Sommerzeit dienen sie den Einwohnern Mosts als Wochenendhäuser.

In den 1960er Jahren wurde die Gemeinde Klíny zum Zentrum des Abfahrtskifahrens. Die Skipisten mit Skilifts nutzen jährlich Liebhaber von Skifahren aus weiter Umgebung. Durch die Gemeinde geht auch Langlaufloipe Skimagistrale Erzgebirge/Krušné hory. Im Sommer queren Klíny viele Radfahrer, die sich auf Ausflüge entlang der erzgebirgischen Radfahrwege begeben.

 

Weitere Informationen unter:

www.kliny.cz