Naturpark Osterzgebirge

In der Region gibt es neben den historischen Zeugen der „Alten Salzstraße“ und der sich weiterentwickelten Siedlungsgebiete auch in der Natur viel Interessantes zu entdecken.

Mit dem Erzgebirge verbinden viele Besucher Erinnerungen an ausgedehnte Skitouren in winterlicher Traumlandschaft, an Frühjahrsspaziergänge entlang von blütenbunten Bergwiesen, an Wanderungen mit abwechslungsreichen Ausblicken oder an reiche Pilzernte in herrlichen Herbstwäldern. Das Erzgebirge bietet dem Naturfreund viele unvergessliche Erlebnisse… Eine halbe Milliarde Jahre Erdgeschichte zum Anfassen in Schaubergwerken und in den steilen, felsigen Tälern mit ihren rauschenden Bächen auch Geologie in Aktion, über eintausend, zum Teil sehr seltene Pflanzenarten,  noch vergleichsweise große, unzerschnittene und ruhige Lebensräume für scheue Tiere, zahlreiche Zeugnisse aus 800 Jahren Bergbaugeschichte in der Landschaft (Pingen und Halden, Kunstgräben und Bergwerksteiche), Naturnahe Bergmischwälder, bewahrt in einem Netz bedeutender Naturschutzgebiete, Reste der einstigen Bergwiesenfülle, gebietsweise mit unglaublicher Üppigkeit an Blüten, Faltern, Spinnen, kleinen Pilzen und vielen weiteren Organismen.

Leider verbinden nicht wenige Menschen mit dem Osterzgebirge auch völlig andere Eindrücke. Vor allem in den 1980er und 1990er Jahren verhalf das Absterben tausender Hektar Fichten der Region zu trauriger, überregionaler Berühmtheit. Vieles hat sich jedoch in den vergangenen anderthalb Jahrzehnten verbessert. Schwefelreiche Abgase aus den Braunkohlekraftwerken in Nordböhmen verursachen heute kaum noch Schäden. Naturschutz besitzt heute europaweit einen viel höheren Stellenwert als je zuvor. Die früher fast ausschließlich auf Fichtenmonokulturen fixierte Forstwirtschaft hat in den letzten Jahren unzählige Buchen, Weißtannen und andere Bäume gepflanzt. Immer mehr Landwirte erkennen in der Landschaftspflege neue Chancen und tragen zum Erhalt des Bergwiesenerbes bei.

Das Ost-Erzgebirge bietet viele Möglichkeiten, Natur zu erleben. Um diese einzigartige Natur zu erhalten, bedarf es jedoch  des Engagements möglichst vieler Bewohner und Besucher.