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Alte Haustierrassen

Auf den Wiesen und in den Stallungen des Kleines Vorwerks kann man folgende, inzwischen vom Aussterben bedrohte traditionelle Haustierrassen sehen:

Der Eigentümer des Anwesens setzt sich für den Erhalt dieser Tiere ein.
Das Kleine Vorwerk ist Mitglied in der Gesellschaft zur Erhaltung alter Haustierrassen (GEH e.V.) www.g-e-h.de

Für die Waldbewirtschaftung werden Pferde gehalten. Schottische Hochlandrinder sind nicht nur eine Augenweide, sondern liefern auch Fleisch für die Spezialitäten des  Gasthofes.

Erzgebirgsziege

Zu den inzwischen vom Austerben bedrohten Rassen gehört u.a. die Erzgebirgsziege. Die auch "Bergmannskuh“ genannte Hausziegenrasse wurde ursprünglich für das Leben im Erzgebirge, gezüchtet. Von ihr existierten ursprünglich verschiedene Varianten, wie Grauschimmel, Blauschimmel, schwarze Tiere und Schecken in verschiedenen Farben. Nach Einkreuzung rehfarbener Schweizer Ziegenrassen entstand eine rehbraune Ziege mit schwarzem Aalstrich, schwarzem Bauch und schwarzen Unterbeinen („Stiefeln“). Die Ziegen sind meistens hornlos. Diese Ziegen gehörten früher wohl zu fast jedem ländlichen Haushalt. Ziegenmilch und Ziegenfleisch besserten die einfache Küche der Bergbewohner auf.

Vorwerkhuhn

Das Vorwerkhuhn ist eine Haushuhnrasse, die ab 1900 in Hamburg erzüchtet wurde. 1912 wurde die Rasse von Oskar Vorwerk erstmals öffentlich vorgestellt. Das Vorwerkhuhn ist in ganz Europa verbreitet und bietet neben einer guten Legeleistung einen noch guten Schlachtkörper. Es ist also ein Zweinutzungshuhn. Vorwerkhühner haben einen kräftigen Körperbau in gedrungener, abgerundeter Landhuhnform. Die Läufe sind nicht zu kräftig. Auf dem Kopf haben die Tiere einen Einfachkamm. Die Hühner fallen durch ihre schöne Zeichnung, dem Goldgelb des Rumpfes und dessen Farbübergänge zum satten Schwarz des Schwanzes auf.Diese Rasse stellt keine besonderen Haltungsanforderungen und eignet sich besonders für die kleine Hühnerhaltung in Siedlungen und auf Kleinsthöfen. Die Rasse ist ausgesprochen gutmütig, lebhaft und nicht scheu. Sie fliegt nicht und sehr gute Futtersucher und Futterverwerter. Bemerkenswert ist die Verträglichkeit der Hähne untereinander.

Skudde

Die Ostpreußische Skudde gehört zu den ältesten Hausschafrassen. Bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts war die Skudde („Schaf“) das bodenständige Schaf Ostpreußens und des Baltikums. Die heute existierenden Bestände in Deutschland gehen auf Restbestände zurück, die den 2. Weltkrieg überlebt haben und anschließend durch passionierte Schafzüchter und Tier­gärten in Ost- und Westdeutschland erhalten wurden. Das Zuchtziel sieht ein robustes, kleinrahmiges Schaf mit besonderer Eignung zur Landschaftspflege auf mageren Standorten vor. Die Skudde ist die kleinste, deutsche Schafrasse. Böcke bilden ein imposantes schneckenförmiges Gehörn und eine Mähne. Zibben sollen unbehornt sein. Nach einer Wollwachstumszeit von einem Jahr beträgt das Schurgewicht 2,0 bis 2,5 kg bei Böc­ken bzw. 1,2 bis 2,0 kg bei Mutterschafen. Das Vlies besteht aus einer meist weißen Mischwolle, selten ist eine braune oder schwarze Vliesfarbe.

Die ersten Skudden, die am Kleinen Vorwerk heimisch wurden, stammten aus einer Herde ganz aus der Nähe des Kleinen Vorwerks, von der Mortelmühle im Mortelgrund. Dort gibt es eine weitere kleine Skuddenherde. An der Mortelmühle wird Kindergruppen dazu ein Erlebnisprogramm "Von der Wolle zum Filz" angeboten, welches bereits ab 3 Personen gebucht werden kann. Informationen dazu gibt es an der Rezeption des Altsächsischen Gasthofs Kleines Vorwerk.

Schottisches Hochlandrind

Das Schottische Hochlandrind, auch Highland-Cattle genannt, ist eine alte Rasse des Hausrindes. Sie stammt aus dem Nordwesten Schottlands und von den Hebriden. Das Hochlandrind gilt als gutmütig, robust und langlebig, es eignet sich für die ganzjährige Freilandhaltung, kalbt leicht und viel und ohne menschliche Hilfe. Es liefert mittelrahmige Milch und cholesterinarmes Fleisch. Die ursprüngliche Farbe der Rasse war schwarz, wechselte durch Züchtung jedoch zum heute vorherrschenden rötlich-braun. Bei Bullen haben die Hörner eine kräftige, waagerecht nach vorne gebogene Form. Bei den Kühen sind die Hörner meist deutlich länger und weit ausladend nach oben gebogen. Die Rasse eignet sich besonders für extensive Weidebewirtschaftung.