Museen in Sayda
Museen in Sayda

Heimatmuseum

Anschrift:
Dresdner Str. 78, 09619 Sayda
Ansprechpartner und Museumsleiter:
Gottfried Krönert, Pfarrgasse 11, 09619 Sayda
Tel.: 037365-7133
Öffnungszeiten:
01.04. bis 31.10.: sonn- und feiertags von 9.00 - 12.00 Uhr
Ganzjährig sind Gruppenbesuche ab 2 Personen (mit Führung) nach telefonischer Voranmeldung über Gottfried Krönert oder das Fremdenverkehrsamt Sayda Tel.: 037365/972-22 möglich.
Eintrittspreise:
Der Eintritt ist kostenfrei. Spenden werden gern entgegengenommen.

Die Museen der Bergstadt Sayda

Obwohl Sayda zu den kleinsten Städten Deutschlands zählt, gibt es hier doch eine bemerkenswerte Anzahl von Museen, die sehenswert und zum Teil sogar einmalig in Europa sind. So kann man im Saydaer Heimatmuseum nicht nur vieles sehen, man darf auch alle Exponate anfassen. Die alte Röhrenbohrerei im Ortsteil Friedebach, die historische Fischhalterei im Mortelgrund, die Mittelmühle (eine alte Ölmühle) in Friedebach, der Dorfchemnitzer Eisenhammer, ... sind alles lohnende Ausflugsziele.

Erzgebirgisches Heimatmuseum Sayda "Hospital zu St. Johannes"

Bild: Heimatmuseum Sayda
Heimatmuseum Sayda / Spittel

Das Gebäude, in dem sich das Museum seit 1993 befindet, wurde im Jahr 1508 errichtet und gehört damit zu den ältesten noch erhaltenen Gebäuden der Stadt. Das Hospital wurde 1476 von Bernhard von Schönberg mit einer größeren Summe aus seinem Nachlass gestiftet. In seinen Mauern fanden bis 1945 kranke, arme und hilfsbedürftige Menschen Unterkunft und Verpflegung. Nach 1945 wurde es als Wohnhaus genutzt, doch ab 1980 war ein Wohnen nicht mehr möglich. Seit 1993 ist im "Hospital zu St. Johannis", im Volksmund "Spittel" genannt, ein Heimatmuseum untergebracht, das über die Art und Lebensweise unserer Vorfahren im Erzgebirge erzählt. Man kann nahezu 5000 Gegenstände betrachten und anfassen. Die Ältesten stammen aus dem 13. Jahrhundert und weisen die Entwicklung der Stadt Sayda nach. In den zur Verfügung stehenden 17 Räumlichkeiten wird vor allem die Arbeits- und Lebensweise der Menschen im Erzgebirge dokumentiert. Ein Besuch im "Spittel" sollte bei keinem Besuch der Bergstadt Sayda versäumt werden.

Feuerwehrmuseum Sayda

Anlässlich des 125-jährigen Jubiläums der Freiwilligen Feuerwehr Sayda wurde am 24. Mai 1998 das Feuerwehrmuseum im alten Spritzenhaus eröffnet. Dem Besucher zeigt sich auf engstem Raum eine beachtliche Sammlung von Ausrüstungsgegenständen aus den verschiedensten Epochen der Feuerwehrgeschichte.

Zu sehen sind zahlreiche historische Feuerwehrgeräte, wie die erste Motorspritze von 1926, alte Schläuche, Strahlrohre, Feuerlöscher, Helme, Uniformen und vieles mehr. Das älteste Ausstellungsstück ist die Handdruckspritze der Saydaer Wehr aus deren Gründungsjahr 1873.


Führungen nach Voranmeldung
über das Fremdenverkehrsamt Sayda, Tel.: 037365/97222
oder über Arnd Philipp 037365/1404

Straßenbaumaschinenmuseum Adam in Sayda

Das Straßenbaumaschinenmuseum befindet sich auf dem Firmengelände der Firma Andreas Adam, Straßen-, Tief- und Ingenieurbau Sayda.

Anlässlich des 20jährigen Firmenjubiläums wurde am 5. Juni 1998 zum ersten Mal die firmeneigene, komplett rekonstruierte Dampfwalze, Baujahr 1925, in Betrieb genommen.
Je nach Walzenraddicke beträgt das Gewicht dieser Dampfwalze ca. 12 - 15 Tonnen. In 3000 Stunden wurde sie in den jetzigen Zustand hergestellt; sie ist TÜV-zugelassen und einmalig in Sachsen. Alle Teile sind noch original. Außerdem ist auch eine kleinere Walze zu besichtigen. Diese 1-Zylinder-Dieselwalze ist ebenfalls voll funktionsfähig und wurde als Gehsteigwalze eingesetzt.

Die Firma Adam zeigt in ihrem Baumaschinenmuseum aber auch handwerkliche Dinge des Straßenbaues: verschiedene Pflasterungen und Bordsteine, aus Pflastersteinen gestaltete Innungszeichen der Straßenbauer. Der ausgestellte Wasserwagen der Fa. Hentschel aus Werdau ist genietet und nicht geschweißt; er diente als Wasserreserve für die Dampfmaschine und zum Einschwemmen eines Sand- Wassergemisches in Schotterwege. Ein Wohnwagen, zwischen 1920 und 1930 gebaut, besteht als Schlaf- und Wohnwagen einerseits und Transportwagen für Brennmaterial anderseits.

Das Museum ist nach vorheriger telefonischer Anmeldung zu besichtigen:

Tel.: 037365/1278
Anschrift: Dresdner Str. 77, 09619 Sayda

www.andreas-adam-gmbh.de

 

Alte Röhrenbohrerei in Friedebach

Einmalig in Europa ist der Antrieb einer Röhrenbohrerei durch Wasserkraft. Im Jahre 1864 errichtete der Baumeister Neubert in Friedebach ein Röhrenbohrgebäude, in dem das Bohren von Wasserleitungen aus Holzstämmen mit einem unterschlächtigen Wasserradantrieb betrieben wurde. Der Wasserradantrieb wurde später durch einen Elektromotor ersetzt. Die Röhrenbohrerei ist immer noch funktionsfähig.

Schauvorführungen sind nach Voranmeldung (Tel. 037365-7308) möglich.

Mittelmühle in Friedebach

Am Talhang, in der Mitte von Friedebach gelegen findet der Besucher diese ehemalige Getreide- und Ölmühle. Besichtigt werden können ein Leinschrotofen, eine Stempelpresse, ein großes Wasserrad und eine Daumenwelle mit sechs Stampfpaaren aus der Zeit vor 1958. Denn bis dahin wurde noch in der Mühle gearbeitet. Am 19.05.1997 (Pfingstmontag) erfolgte anlässlich des deutschen Mühlentages die feierliche Einweihung des heutigen Landwirtschafts- und Mühlenmuseums.
Nach seinem jetzigen Besitzer, Bernd Kaltofen, wird die Mittelmühle inzwischen Kaltofenmühle genannt.

Um die Herstellung des im Erzgebirge bekannten Leinöls hautnah zu erleben, empfiehlt sich ein Besuch. Zur Vorführung der Leinölproduktion wird jedoch um telefonische Voranmeldung (Tel.: 037365-1352) gebeten.

Öffnungszeiten:
Dienstag und Donnerstag: 09:00 Uhr bis 16:00 Uhr
Samstag und Sonntag: 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Anschrift:
Kaltofenmühle - Mittelmühle
Freiberger Straße 55
09619 Sayda / OT Friedebach

Eisenhammer in Dorfchemnitz

Dieses technische Denkmal befindet sich im Tal des Chemnitzbaches, in dem noch im vergangenen Jahrhundert mehrere Betriebe mit Wasserkraft arbeiteten. Die älteste urkundliche Erwähnung des Hammers stammt aus dem Jahre 1567 und ist vom Kurfürsten August von Sachsen unterzeichnet.

Für die frühere Verhüttung wurde Eisenerz (Magneteisenstein) genutzt, das im nahegelegenen Wolfsgrund abgebaut wurde. Obwohl die Qualität des Eisens sehr gut war, führte die schnelle Erschöpfung der Lagerstätten zur Schließung der Grube.

Der Schmelzofen wurde zum Schmiedeherd umgebaut und im 19. und 20. Jahrhundert hauptsächlich Schmiedearbeiten für die Freiberger Bergbau- und Hüttenbetriebe ausgeführt. Verschiedene Werkzeuge bzw. Ersatzteile sowie Münzkellen, Röstschaufeln und Kugeln wurden geschmiedet.

Der Holzreichtum der Erzgebirgswälder war dafür eine Voraussetzung, denn ohne Holzkohle konnte das Holzfeuer nicht entfacht werden. Das Hammerwerk (Schwanzhämmer) und die dazu notwendige Anlagentechnik ist vollständig und funktionsfähig erhalten. Eine niveauvoll eingerichtete Heimatstube neben dem Hammerwerk vermittelt einen Einblick in das Leben im Erzgebirge.

Anschrift:
Eisenhammer Dorfchemnitz
Gemeindeverwaltung
09619 Dorfchemnitz
Telefon ( 03 73 20 ) 12 37 oder 17 77

Führungen:
Di. bis Sa. 09:00-11:00 Uhr und 13:00 Uhr
Von Mai bis Oktober jeweils am ersten Sonntag im Monat Schauschmieden!

Wasserturm in Sayda

Ein weiteres Wahrzeichen von Sayda ist der über 100-jährige Wasserturm. Dieses technische Denkmal präsentiert sich nach umfangreicher Sanierung wieder in seiner ganzen Kompaktheit. Der 25m hohe Wasserturm wurde in den Jahren 1893/94 von Baumeister J. Neubert aus Friedebach erbaut. Er fasst 200.000 Liter Wasser. Heute besteht seine Funktion im Wesentlichen als Puffer für die Wasserversorgung. Die wichtigsten technischen Daten sind auf einer Tafel am Wasserturm angebracht.

Die Saydaer Kirche

Das Gebäude, das Ihnen, gleich aus welcher Richtung Sie kommen, immer auffallen wird, ist die im Jahre 1391 erbaute Hallenkirche "Zu unserer lieben Frauen". Nachdem beim letzten Stadtbrand ein Teil des Bauwerkes den Flammen zum Opfer fiel, erfolgte 1892 eine Erneuerung. Das Innere wird zu Gottesdiensten und anderen Anlässen vom Klang einer Jeheber-Orgel (nach dem Erbauer Carl-Gottlieb Jeheber benannt) erfüllt. Das Bauwerk ist mit seinem 62m hohen Turm nach dem Freiberger Dom die größte spätgotische Hallenkirche im Kreis Freiberg. Auf Anfrage im Pfarramt, Tel: (037365) 1227 besteht jederzeit die Möglichkeit der Besichtigung.

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