Osek

Kloster Osek

Geöffnet ist Dienstag bis Samstag ab 10 Uhr, sonntags ab 13 Uhr.

Kontakt:

Cisterciácké
opatsví Osek
Opat
Bernhard Thebes O. Cist.
ČZ-41705 Osek
Tel.: 00420 – 417 – 837127
Fax: 00420 – 417 - 837236
info@kloster-osek.org

Zu den tradiotionellen Veranstaltungen der Stadt gehört das Kirchweihfest.
Ein traditionellen Handwerksmarkt im Klosterhof gehört zu den besonderen
Attraktionen, die jährlich tausende Besucher anlocken.

www.osek.cz

 

Osek

"Gleich hinter dem Erzgebirge findet man Dinge, die man von hier bis zum norwegischen Nordkap und noch weiter vergebens sucht. Im ganzen nördlichen Europa kennt man ein solches wohlhabendes, reiches, schönes und auch wohltätiges Kloster nur aus den Romanen. Hier greift man´s mit den Händen."

Aus einem Reisebericht aus dem Jahr 1842, zitiert in: Johannes Arnold: Erzgebirge – Krusne hory. Mein Reiseland für einen Sommer. Rudolstadt 1979. S. 226.

Stadt Osek

Osek (deutsch Ossegg), eine Stadt mit rund 5.000 Einwohnern, ist vor allem durch das ZisterzienserKloster Osek und die Klosterkirche Mariä Himmelfahrt bekannt.

Die ursprüngliche Siedlung aus dem 12. Jahrhundert stand am Fuß des Erzgebirges, am Handelsweg von Böhmen über Bílina nach Sachsen. Nord-westlich des 1196 gegründeten Klosters steht die frühere Schutzburg Riesenburg.

Der Name Osek (deutsch: Ossegg) informiert nach der Ansicht der Sprachforscher über die Form, wie der Ort entstanden ist: Osek nannte man demnach einen Ort, an dem man Baumstämme anhäufte, die beim Waldroden gewonnen wurden. Zum Bau der Burg und zur Anlage des Klosters samt der notwendigen landwirtschaftlichen Nutzflächen musste sicher ein Teil des Waldes gerodet werden. Burg, Kloster und Dorf Osek nahmen in den folgenden Jahren eine schnelle Entwicklung. Dies war zweifellos durch den Wohlstand der Lehnsherren, den Hrabischitzern, beeinflusst.

Die Bewohner Oseks lebten in dieser Zeit von der Land-wirtschaft, vorwiegend von der Viehzucht.  Seit Anfang des 14. Jahrhunderts spielte auch der Silber– und Zinnbergbau eine bedeutende Rolle im Wirtschaftsleben. Mit dem Kohleabbau ab dem 19. Jahrhundert veränderte sich der Ort. Osek wurde mit der Umgebung durch neue Straßen verbunden.1858 erhielt Osek eine Anbindung an das Eisenbahnnetz. Dieses verband den Bergbauort u.a. mit Dux und Komotau. Die gute Straßen- und Eisenbahnverbindung machte Osek auch für Sommerfrischler interessant, die von hier aus zu Ausflügen in die unberührten, stillen, tiefen Gebirgswälder aufbrachen. Dies führte wiederum zur Belebung des Handels.

Auf dem malerischen Oseker Marktplatz, mit Gebäuden des Barocks und Jungstils, ist auch die Kapelle der Hl. Katharina zu sehen.

In der Stadt blühte die tradi-tionelle klösterliche Brau-industrie, 1869 verlegte die Prager Firma A. Srba nach Nový Osek (Neu-Osek) die Herstellung von Hüten und Filzwaren. Die Gründung eines großen Dampfsägewerkes im Jahre 1883 ermöglichte die weitere Entfaltung des Holzhandels.