bergstadt Sayda

Die Bergstadt Sayda

Inmitten des landschaftlich reizvollen Osterzgebirges, dort wo sich die Alte Salzstraße (Fernhandelsweg von Halle nach Prag) und die Silberstraße (Handelsweg von Zwickau nach Dresden) kreuzen, liegt in 680 m über NN die Kleinstadt Sayda.
Sie zählt zusammen mit ihren Ortsteilen Friedebach, Pilsdorf, Ullersdorf und Mortelgrund rund 2300 Einwohner.

Sayda wurde im Jahre 1207 erstmals urkundlich erwähnt. Als feste Zollstätte, an der Kreuzung der genannten Handelswege, hatte der Ort an das Kloster Ossegg Abgaben zu leisten. Wechselnde Besitz- und Lehensansprüche zwischen dem Königreich Böhmen und der Marktgrafschaft Meißen dauerten bis zum Jahre 1352. Ab diesem Jahr wurde die Lehensverwaltung vom adeligen Geschlecht der Familie von Schönberg übernommen.

Ab dem 14. Jh. erlebte Sayda einen Aufschwung, wie kaum ein anderer Ort zu dieser Zeit im oberen Erzgebirge. 1442 bekam Sayda das Stadtrecht verliehen. Fünfmal im Jahr wurde Jahrmarkt gehalten. Das Handwerk blühte auf, Zünfte entstanden. Die zur Stadt gehörenden Burg bot den Reisenden und den entstehenden Ortschaften im Umland Schutz. Mit 3000 Einwohnern war Sayda im 15. Jahrhundert fast genauso groß wie Dresden. Zu dieser Zeit gab es in Sayda auch eine große jüdische Gemeinde.

Aufgrund ihrer Lage wurde die blühende Stadt im Laufe der Jahrhunderte oft von plündernden und brandschatzenden Kriegsheeren heimgesucht. Auch überdurchschnittlich viele Stadtbrände warfen Sayda immer wieder in der Entwicklung zurück, sodass der Ort an Bedeutung verlor. Heute ist die Kleinstadt hauptsächlich von Handwerk und Gewerbe geprägt. Der Tourismus hat in den letzten 100 Jahren zunehmend an Bedeutung gewonnen. Besonders für Wanderfreunde und Wintersportler ist die „Kleinstadt auf der Höhe“, wie sich Sayda selbst nennt, der idealen Ausgangspunkt. Das „Hospital zu St. Johannis“, dem ältesten Gebäude der Stadt, die Kirche mit ihrem 62 m hohen Turm und der Wasserturm laden historisch Interessierte zum Entdecken ein.

Die Museen der Bergstadt Sayda

Obwohl Sayda zu den kleinsten Städten Deutschlands zählt, gibt es hier doch eine bemerkenswerte Anzahl von Museen, die sehenswert und zum Teil sogar einmalig in Europa sind. So kann man im Saydaer Heimatmuseum nicht nur vieles sehen, man darf auch alle Exponate anfassen. Die alte Röhrenbohrerei im Ortsteil Friedebach, die historische Fischhalterei im Mortelgrund, die Mittelmühle (eine alte Ölmühle) in Friedebach, der Dorfchemnitzer Eisenhammer, … sind alles lohnende Ausflugsziele.

  • Heimatmuseum Sayda – „Spittel, das Hospital zu St. Johannes“
  • Feuerwehrmuseum Sayda
  • Baumaschinenmuseum der Firma Adam in Sayda
  • Alte Röhrenbohrerei in Friedebach
  • Mittelmühle – Landwirtschafts- und Mühlenmuseeum in Friedebach
  • technisches Denkmal Eisenhammer in Dorfchemnitz
  • Saydaer Wasserturm – technisches Denkmal
  • Saydaer Kirche 

Foto: Norbert Kaiser

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